Gleißenberger Schützennachwuchs qualifiziert sich für Endrunde in München

Beim diesjährigen Landesentscheid des Shooty Cups traten zwei Gleißenberger Pistolenmannschaften an die Stände, um den Kampf aufzunehmen sich für die Endrunde in München zu qualifizieren. Bei der Endrunde starten jeweils eine Pistolenmannschaft, eine Gewehrmannschaft und eine Bogenmannschaft im Schülerbereich und der Shooty Cup gilt dabei als einer der aufregendsten und interessantesten Wettbewerbe im Rahmen der Deutschen Meisterschaften in München. In den Vorrunden müssen die Schülerschützen jeweils 20 Schuss abgeben, wobei sich die Mannschaften mit den besten Ringergebnissen für die nächste Runde qualifizieren. Auch bei der Endrunde in München geben sie wiederrum 20 Schuss ab. Die besten 8 Mannschaften erreichen das Finale, welches jedoch von zuvor zugelosten Topschützen (Nationalkaderschützen) aus dem Erwachsenenbereich bestritten wird. Soweit hört sich dieses Unterfangen als normal ablaufender Wettkampf an. Wenn nicht die Tücke im Detail liegen würde. Absolviert wird der Schießentscheid in der Luftdruckhalle auf der Olympiaschießanlage in München Hochbrück. Diese Halle birgt insgesamt jeweils 50 Stände auf jeder Seite und einem großen Raum dazwischen mit Hunderten von Zuschauern. Allein die ungeheure Masse an Zuschauern bringt so manch Nachwuchstalent nervlich schon an seine Grenzen. Doch nicht genug damit. Diese Zuschauer sind mit allerlei "Krachmachern" ausgestattet, um ihre Mannschaften anzufeuern. Und so gilt es dann auch noch für die Sportler mit dieser Geräuschkulisse eine Topleistung abzuliefern. Was für den Nachwuchs, vor allem in diesem Alter, eine wahnsinnige Herausforderung darstellt. Das Finale wird wie schon geschildert von den Spitzenschützen absolviert. Jetzt geht das Nervenspiel allerdings weiter. Denn dieser Modus trieb auch schon so manchen absoluten Topschützen nervlich auf die Spitze. Jeder dieser Spitzenathleten möchte natürlich für die Jüngsten sein Bestes geben, um "seine Mannschaft" auf das Siegerpodest zu bringen. Manch einer dieser Elitesportler kam zu der Erkenntnis, dass dieses Sportevent nervenaufreibender sei, als Welt- und Europameisterschaft. Alle diese Besonderheiten haben zur Folge, dass dieses Sportereignis ein ganz besonderes sportliches Erlebnis darstellt.

Anspannung vor dem Wettkampf




Zum Verlauf des Landesentscheids

Eine Mannschaft bestand aus maximal 3 Schützen, mit einem Streichergebnis. Im Landesentscheid galt es zwei Durchgänge zu absolvieren. Mannschaft 1 setzte sich schon im ersten Durchgang absolut souverän mit 342 Ringen an die Spitze (Michael Berg 173 Ringe und Andreas Köppl 169 Ringe). Mit insgesamt 151 Ringen Vorsprung vor dem Zweitplatzierten den Lindenbaumschützen aus Vilzing mit 291 Ringen, konnte man zuversichtlich und locker in Richtung der zweiten Runde blicken. Mannschaft 2 der Gleißenberger setzte sich mit 239 Ringen (Andreas Lehneis 134 Ringe und Thomas Korherr 105 Ringe) an die dritte Position. Im zweiten Durchgang erzielte Gleißenberg 1 wieder ein absolutes Topergebnis mit 340 Ringen (Michael Berg 171 Ringe und Andreas Köppl 169 Ringe) und konnte sehr überzeugend den ersten Rang halten. Gleißenberg 2 musste sich nach einer famosen Aufholjagd von Tannenzweig Sollbach mit dem vierten Platz zufrieden geben. Lukas Wittmann erzielte in beiden Durchgängen 96 Ringe. Auf Seiten Gleißenbergs war man mit den erzielten Ergebnissen absolut zufrieden.

Andreas Köppl und Lukas Wittmann, von links


Andreas Lehneis


Julian Reitmeier und Thomas Korherr, von links


Am Stand: die beiden Mannschaften vom Schützenverein 1911 Gleißenberg


Ergebnisse Mannschaft

1. Platz Schützenverein Gleißenberg 342 Ringe (1.Durchgang), 340 Ringe (2.Durchgang) Gesamt: 682 Ringe

2. Platz Lindenbaum Vilzing e.V. 291 Ringe (1.Durchgang), 290 Ringe (2.Durchgang) Gesamt: 581 Ringe

3. Platz Tannenzweig Sollbach 213 Ringe (1.Durchgang), 284 Ringe (2.Durchgang) Gesamt: 497 Ringe

4. Platz Schützenverein Gleißenberg 234 Ringe (1.Durchgang), 230 Ringe (2.Durchgang) Gesamt: 464 Ringe


Gleißenberger Team beim Shooty Cup

 

Landesjugendleiterin Evi Benner-Bitthin freute sich sichtlich, dass mit Gleißenberg eine
Mannschaft aus dem Further Schützengau den ersten Platz belegen konnte